Was Jungen so dürfen

Veröffentlicht am

So ist das also, wenn die eigenen Wertvorstellungen auf einmal (völlig zu Recht) infrage gestellt werden. Wie zum Beispiel beim Lesen des Artikels vom Nuf über Geschlechterrollen und Kindeserziehung. Es geht um Jungs und das Verhalten, das von ihnen erwartet wird. Während es bei Mädchen völlig normal oder zumindest akzeptiert ist, wenn sie Dinge tun, die früher nur Jungs tun durften, ist das andersherum noch nicht so. Ich habe mich als Junge nie diskriminiert gefühlt (außer vielleicht beim Schulsport), aber das hat sicher auch daran gelegen, dass ich ausreichend gesellschaftskompatibel war. Als es im Artikel darum ging, dass auch die eigenen Söhne Nagellack haben dürfen, dachte ich mir noch „Sollen sie doch“ – was ich mir halt so denke, wenn irgendjemand, irgendetwas anders macht und dabei niemandem weh tut.

Den Links im Artikel folgend, kam ich schließlich bei einem Text an, in dem Nils Pickert schreibt, warum er hin und wieder einen Rock trägt:

Weiterlesen »


Norbert Geis, das Ehegattensplitting und was der Deutschlandfunk für meine gute Laune tut

Veröffentlicht am

Der Tag beginnt richtig gut, wenn in den „Informationen am Morgen“ jemand im Interview ist, der von dem was er sagt, einfach keine Ahnung hat – oder zumindest schlecht vorbereitet ist. Dabei spielt es eigentlich keine Rolle, ob ich die Meinung des Befragten teile oder nicht, denn wie überall gilt – auch und besonders im Radio: wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Gusche halten. Ich habe einfach Freude daran, wenn schlechte Argumentationen zerlegt werden. Am Mittwoch war es mal wieder soweit und die Kombination aus Thema und Gesprächspartner war vielversprechend: CSUler Norbert Geis vs. steuerliche Gleichberechtigung für homosexuelle Lebenspartnerschaften. Ihr solltet euch das wirklich durchlesen oder – noch besser – anhören (MP3).

Weiterlesen »


Easing the risk of starting a company by offering social benefits

Veröffentlicht am

Campus Party (English, German) – according to its own description „the biggest electronic entertainment event in the world“ – will be in Berlin at the end of August. I have no idea if it’s any good, but its main topics are technology and Europe. Since these are two subjects I’m really interested in and there’s a chance to get to the conference for free by presenting an idea, I’ll give it a try. So here’s my proposal:

Ease the risk of starting a company by offering social benefits

Weiterlesen »


Das Leistungsschutzrecht, Christoph Keese und die zentrale Clearingstelle

Veröffentlicht am

Zum Leistungsschutzrecht (LSR) und den daraus resultierenden Konsequenzen wurde schon an vielen Stellen geschrieben, deswegen will ich hier bloß auf ein paar Beiträge hinweisen: beim lawblog, auf wortfeld.de und von Mario Sixtus. Auf einen Beitrag möchte ich jedoch näher eingehen – nämlich den von Christoph Keese, Cheflobbyist der Axel Springer AG. Keese schreibt in seinem privaten Blog:

Das Leistungsschutzrecht für Presseverlage sollte von Verlagen und Bloggern verantwortungsvoll genutzt werden. Dazu gehört, dass die Rechte schnell und unkompliziert geklärt werden können, dass harmlose Nutzer weder kriminalisiert noch mit Abmahnwellen überzogen werden und dass es attraktive Preise gibt.

Weiterlesen »


On renewables and public transport

Veröffentlicht am

Phil Hart writes at theoildrum.com:

The Germans today have serious penetration of solar and wind, and a grid at capacity in some corners as a result. I get the sense they are well aware of the challenges they have set themselves and will commit everything that we admire about what it is to be German towards finding the limits of what is possible with renewables.

Seeing a problem and saying „That’s not possible anyway“ is easy. But it’s an attitude of ambitiously throwing money and brains at problems to find and push limits is what got us from living in caves to what we have today. I think in terms of renewable energies Europe in general and Germany in particular are leading the way – and that’s great. But it’s not only renewables:

Something I appreciated outside the conference venue was Vienna’s fantastic public transport. The underground, surface trains and trams were frequent and very efficient at moving us around town. I’ve never seen so few cars in a major city, even in peak hour, nor did I ever feel like I could have got around quicker or easier in one.

As of now I don’t see I reason why I should personally own a car. Bikes, public transport incl. rail traffic, rental cars and car sharing seem perfectly fine, although there’s room for improvement when it comes to reducing transaction costs (German).


Wie ich mir Mobilität vorstelle

Veröffentlicht am

Ungefähr so. Nur nicht auf Düsseldorf beschränkt, sondern für ganz Deutschland die ganze EU. Ein Fahrschein, am liebsten auf der BahnCard oder per NFC im Handy integriert. Natürlich müsste es dann verschiedene Pakete geben – Zeitfahrkarten für das passende ÖPNV-Tarifgebiet, Zeitkontingente für Fahrrad und Auto. Diese sollten sowohl zeitlich als auch räumlich möglichst flexibel einsetzbar sein. Dazu kann man alles was nicht in gebuchten Paketen drin ist, auch stück- bzw. minutenweise kaufen. So hätte ich das gern. Wobei ein fahrscheinloser ÖPNV auch in Ordnung wäre.


ACTA – Zwei Ebenen der Kritik

Veröffentlicht am

Am 11. Februar wird es in ganz Europa Proteste gegen das Anti-Counterfeiting Trade Agreement – kurz ACTA – geben. Ein Blick auf die Karte bzw. Avaaz-Petition macht deutlich, wie breit der Widerstand in der Bevölkerung ist. Nach Protesten aus der Bevölkerung haben erst Polen und später auch Tschechien und Lettland die Ratifizierung verschoben und wollen zunächst den Dialog suchen. Heute wurden ebenfalls bekannt, dass Deutschland das Abkommen zunächst nicht unterzeichnen will. Doch warum stößt dieses internationale Abkommen auf so viel Gegenwehr?

Kritik an ACTA

Das Abkommen kann auf zwei Ebenen kritisiert werden: Zum einen geht es um den Inhalt des Textes, dessen erklärtes Ziel es ist, geistiges Eigentum zu schützen und die resultierenden Rechte besser durchzusetzen. Die vereinbarten Maßnahmen betrachten das Problem jedoch einseitig und (un)erwünschte Nebeneffekte finden keine Berücksichtigung. Zudem lassen die Formulierungen und Definitionen die nötige Rechtssicherheit vermissen. Die zweite Ebene betrifft die Art und Weise, wie das Abkommen zustande gekommen ist. Beide Probleme sollen im Folgenden erläutert werden.

Weiterlesen »