Das nächste Experiment: Seitan selbst gemacht

Veröffentlicht am

Da ich dieses Wochenende in Saalfeld bin, hatte ich etwas Zeit drüber und konnte mal wieder etwas ausprobieren. Wie ich darauf gekommen bin, mich in der Herstellung von Seitan zu versuchen, kann ich nicht sagen. Es muss wohl daran liegen, dass mir die Wiskas WG ein wenig fehlt – denn dort hat Stephan öfter solche Experimente gestartet. Eine kurze Recherche ergab, dass es das klügste wäre, einfach Gluten-Mehl zu kaufen um sich das Auswaschen zu sparen – das gab es im lokalen Tegut aber leider nicht. Im Nachhinein kann ich aber sagen, dass auch der „lange“ Weg kein großes Problem darstellt.

Geholfen hat mir dieses Video, an dessen Anweisungen ich mich ziemlich genau gehalten habe. Das heißt 550 ml Wasser auf 1 kg Weizenmehl. Daraus erstmal einen Teig kneten und diesen in reichlich Wasser einweichen. Das anschließende Waschen ist wohl Gefühls- bzw. Erfahrungssache. Ich habe das Wasser etwa 10 mal gewechselt, am Ende blieben 350 g Gluten-Masse übrig. Beim Sud habe ich mich dann an anderen Ideen orientiert, die ich auf meiner Suche nach Anleitungen gefunden habe. So kamen eine Zwiebel, zwei Knoblauchzehen, reichlich Tomatenmark, etwas Instant-Brühe und zwei Lorbeer-Blätter zusammen mit der Masse in reichlich Wasser und das ganze dann auf den Herd. Beim Würzen heißt es „Klotzen, nicht Kleckern“ denn von Mehl und Wasser kann natürlich kein großer Geschmack kommen.

Nach den 20 Minuten aus dem Video erschien mir das ganze noch nicht richtig „durch“ – ich weiß allerdings gar nicht, ob das bei Seitan ein Kriterium ist. Auf jeden Fall habe ich das ganze weitere fünf Minuten köcheln lassen, anschließend die Seitan-Masse aus dem Sud genommen und abkühlen lassen. Der Seitan nimmt während des Kochens noch etwas Wasser auf, sodass ich am Ende etwa 400 g Masse hatte. Nach der Zubereitung würde ich sagen, dass diese Menge für zwei sehr hungrige oder drei weniger hungrige Personen ausreicht.

Verarbeitet habe ich das ganze dann zum Abendbrot. Es gab Geschnetzeltes aus Seitan-Würfeln, Möhren und Zwiebeln gewürzt mit Curry-Paste und Kokosmilch. So richtig überzeugt hat mich das Ergebnis allerdings nicht. Die Seitan-Würfel sind relativ weich gewesen und irgendwie hat mir das nicht gefallen. Vielleicht sollte ich es beim nächsten Mal mit Seitan-Schnitzeln probieren, denn die Würfelseiten, die ordentlich angebraten wurden, haben viel besser geschmeckt. Insgesamt ein gelungenes Experiment, auch wenn ich es wohl mal mit Gluten-Mehl probieren werde – auch, weil man das besser würzen kann.


One thought on “Das nächste Experiment: Seitan selbst gemacht

  1. Aus Seitan lässt sich einfach ALLES zaubern: Rouladen, Braten, Frikadellen usw..
    Ich habe die Rouladen von Kim von Veganwonderland nachgekocht und die sind einfach bombig!
    Vegan sein bedeutet nur Verzicht auf das Leid der Tiere, nicht auf Genuss!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.