Operation Fensterbrett-Kräuter hat begonnen

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Anfang der Woche habe ich entdeckt, dass meine Fensterbretter praktische Halter für genauso praktische Blumenkästen haben. Das hat mich auf die Idee gebracht, einen kleinen Kräutergarten dort einzurichten. Ich wohne jetzt schließlich auf dem Dorf – da ist Selbstversorgung angesagt. Kaum hatte ich die Vermieter gefragt, ob das wohl in Ordnung sei, hatte ich am nächsten Tag auch schon zwei Blumenkästen samt Erde in der Küche stehen. Das ging schneller als erwartet, denn ich hatte diese Idee ja noch nicht einmal richtig durchdacht. Jetzt war ich allerdings zum Handeln gezwungen – eine kurze Recherche in diesem Internet ergab immerhin, dass das tatsächlich funktionieren könnte. Also habe ich mich heute frisch ans Werk gemacht.

 

Auf das Einholen einer zweiten Meinung hab ich sicherheitshalber verzichtet – soetwas führt ja unter Umständen doch nur zu Irritationen. Weil ich den Artikel allerdings auch noch nicht so genau gelesen hatte, stand ich im Supermarkt vor der großen Entscheidung entweder Samen oder fertige Pflanzen zu kaufen. Dank der chronisch schlechten Handynetz-Verfügbarkeit in Supermärkten (ich glaube ja, dass das Absicht ist) war ein Nachrecherchieren natürlich auch kaum möglich. In einem Anfall von Ganz-oder-garnicht-Wahn habe ich mich dann für die Variante „Saatgut“ entschieden und insgesamt sechs (also je Kasten drei) Sorten Kräutersamen gekauft.

Laut der verschiedenen Packungsangaben ist in jeder Packung genug Saatgut für durchschnittlich 3,5m² Beet, also insgesamt genug für etwa 120 der mir zur Verfügung stehenden Blumenkästen. Nur falls das ganze nicht auf Anhieb klappt. Nach dem Studium der Anleitung auf der Basilikum-Verpackung erschienen mir Informationen über Aussaatzeit, Saattiefe und Wasserbedarf relevant. Ein kurzer Blick auf die restlichen Beutel ergab, dass immerhin die Hälfte vollständig über eben jene Dinge informierte.

Ich hielt es für eine kluge Idee, die heimatlichen Garten-Experten nach letzten Tipps zu fragen, bevor ich mir die Finger schmutzig mache. Muttis ermutigende Reaktion war in etwa „Ach, was nimmst du denn da Samen – lass das mal sein und kauf dir beim Gärtner fertige Pflanzen“. Mein gekränkter Gärtner-Stolz hat ihr dann erklärt, dass das überhaupt nicht in Frage komme Plan B ist. Danach kam dann aber noch ein wirklich hilfreicher Tipp – nämlich dass ich mit ein wenig Frischhaltefolie eine heimelige Gewächshausatmosphäre schaffen kann. Außerdem sollte ich die Kästen in der Küche lassen, bis sich die ersten Keime blicken lassen. Draußen ist ja schließlich fast noch Winter. Kurze Zeit später hat Oma extra nochmal angerufen, um mir mitzuteilen, dass Basilikum und Bohnenkraut Lichtkeimer sind und entsprechend nur ganz leicht mit Erde bedeckt werden dürfen.

Jetzt stehen also zwei Gewächshaus-Kräuter-Blumenkästen in der Küche. Herrlich – und wehe das klappt nicht :)


2 thoughts on “Operation Fensterbrett-Kräuter hat begonnen

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